Archiv der Kategorie 'Kampagne'

Für den Wiederaufbau der Stadt Kobane

Unserer Kampagne „Solidarität mit Rojava“ wurde das Spendenkonto gekündigt. Der Initiative „Waffen für Rojava“ ging es mehrmals genauso. Deshalb werden wir kein neues Konto eröffnen und die Spendensammlung für die Selbstverteidigungskräfte in Rojava über ein Konto beenden.

Nach der Befreiung von Kobane steht nun der Wiederaufbau der Stadt an. Für alle, die ihre Solidarität mit Rojava durch eine Geldüberweisung zeigen wollen, besteht die Möglichkeit an Hilfsorganisationen zu spenden. Wir empfehlen beispielsweise ÇAR DEST, eine Humanitäre Hilfsorganisation, die in ihrem Aufruf schreibt: „Nach der großen Zerstörung der westkurdischen Stadt Kobanê durch die IS–Terroristen braucht sie jede auch so kleine Hilfe. Der Wiederstand gegen die Fundamentalisten hat viel Leid und Opfer gefordert. Viele Häuser und Straßen in Kobanê liegen in Schutt und Asche. Viele Schulen und Krankenhäuser sind zerstört. Die Infrastruktur liegt brach. Die Zivilisten in Kobanê leben unter schweren Bedingungen. Seien Sie auch ein Baustein auf dem Weg zum Wiederaufbau der Stadt aus den Trümmern. Jede Spende hilft das Leben in Kobanê wieder möglich zu machen.“

Weitere Informationen mit alternativen Spendenkonten:
Help Kobane und Çardest oder „Eine Feuerwehr für Rojava“.

Sparkasse Saarbrücken kündigt Spendenkonto für Rojava

Initiative „Solidarität mit Rojava“ bittet um Protestschreiben an den Bankenvorstand

Die Bewohner Rojavas im Norden Syriens nutzten 2011 den Aufstand gegen Assad, um selbstverwaltete Strukturen in ihrer Region aufzubauen, in denen ein für die Region einmaliges gleichberechtigtes Miteinander von Religionen, Ethnien und Geschlechtern verwirklicht wird. Monatelang kämpfen Kurden und Kurdinnen in dieser Region gegen die Angriffe des IS, aus den Shingal-Bergen retteten sie tausende Eziden, und Ende letzten Jahres wurde die Stadt Kobane weltweit bekannt, als in wochenlangen Auseinandersetzungen die erbarmungslosen Angriffe des IS zurückgeschlagen werden konnten. Der Kampf ist noch lange nicht zu Ende, täglich lassen Frauen und Männer ihr Leben für das Recht auf Selbstbestimmung – im Kampf gegen den Terror des IS.

Über 400 Personen, darunter viele aus Kunst, Journalismus und Kultur, unterzeichneten einen Aufruf zur Unterstützung der Selbstverteidigungskräfte Rojavas, der im Oktober 2014 durch den kurdischen Studentenverband YXK und die Interventionistische Linke gestartet wurde. Gleichzeitig sind Spenden für die Selbstverteidigungskräfte in Rojava gesammelt worden – bis Anfang April kamen über 106.000,00€ zusammen.

Die Spenden sollen helfen, das fortschrittliche Projekt Rojava zu unterstützen. Sie sind ein kleiner Beitrag, über dessen Verwendung die Menschen in Rojava selbst entscheiden sollen. Sie wissen am besten, was wo benötigt wird.

Das ist zugleich der Grund, weshalb die Verantwortlichen der Sparkasse Saarbrücken die Kündigung des Spendenkontos für 31. Mai 2015 veranlasst haben: Sie wüssten nicht, ob von dem Geld auch Waffen gekauft werden.

Sie sind zwar froh, dass die Bevölkerung im Norden Syriens dem IS-Terror Grenzen setzt, sie haben auch bestimmt kein Problem damit, dass inzwischen hunderte Menschen ihr Leben in diesem Verteidigungskampf gelassen haben, aber mit dem Kauf von Waffen für nicht-staatliche Kräfte möchten sie nicht in Zusammenhang gebracht werden! „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“, ist hier das Motto.

Viele politische Gruppen, Initiativen und Personen haben Kenntnis genommen von dem entschlossenen Kampf in Rojava, haben sich mit den Kurden und Kurdinnen, den Eziden und Ezidinnen solidarisiert, haben an Demonstrationen und Veranstaltungen teilgenommen und auch Geld gespendet. Ihnen allen ist klar, was sie den Menschen in Rojava zu verdanken haben, und dass ihr Kampf dort auch für uns hier geführt wird.

Wir bitten Sie bzw. euch, bei den Verantwortlichen der Sparkasse Saarbrücken Protest gegen die Kündigung des Kontos „Solidarität mit Rojava“ einzulegen. Dabei geht es zum einen darum, die politische Legitimität der Spendensammlung gegen die Bigotterie der Sparkassen-Verwaltung zu behaupten. Zum andern aber auch unmittelbar um ein Konto, das seit über einem halben Jahr bundesweit auf Flugblättern, Plakaten und im Internet bekannt gemacht wurde, und auf das viele hundert verschiedene Personen Geld überwiesen haben.

Die verantwortlichen Adressaten sind die Vorstandsmitglieder der Saarbrücker Sparkasse: Hans-Werner Sander (Vorstandsvorsitzender), Uwe Kuntz (stellv. Vorstandsvorsitzender), Uwe Johmann (Vorstandsmitglied), Frank Saar (Vorstandsmitglied).

Sie sind postalisch erreichbar: Sparkasse Saarbrücken, Neumarkt 17, 66117 Saarbrücken
Per Telefon: 0681/504-0, Telefax: 0681/504-2411 und Mail: service@sparkasse-saarbruecken.de
Sowie per Webformular (über „Kontakt“): http://tinyurl.com/SparSaar

Wir bitten um Zusendung von Kopien der Protestschreiben an:
info@rojava-solidaritaet.net bzw. an: Initiative „Solidarität mit Rojava“, c/o iL Hannover, Kornstraße 28-32, 30167 Hannover

Verband der Studierenden aus Kurdistan – YXK
Interventionistische Linke – IL

http://rojava-solidaritaet.net

Diese Information als pdf-Download.

Nachtleben zieht positives Resümee

Unsere Freundinnen und Freunde von „Nachtleben für Rojava“ haben ein Resümee ihrer Initiative veröffentlicht. Wir haben Ende Oktober 2014 unsere Kampagne gemeinsam gestartet. „Nachtleben für Rojava“ warb in verschiedenen Bereichen des Berliner Nachtlebens für die Unterstützung mit den Menschen in der Stadt Kobane und der Region Rojava. Aufgrund des großen Zuspruchs hat das „Nachtleben“ ihre ursprünglich nur für November geplante Initiative auf den Dezember ausgeweitet. Auch in anderen Städten wurde die Initiative aufgegriffen. Und jetzt schreiben sie:

Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen! Trotzdem haben wir noch eine Idee, wie wir noch einen oben drauf setzen können: Auf Facebook starten wir den Aufruf, dass jede Person, die uns geliked hat, 10€ spenden könnte. So würden wir den Betrag mit einem Wimpernschlag nochmal verdoppeln. Das können alle anderen natürlich auch. Also, beginnt das neue Jahr mit einer guten Tat!

Wir, YXK und IL, führen unsere Initiative „Solidarität mit Rojava. Wer wenn nicht wir? Wann wenn nicht jetzt?“ weiter und bitten ebenfalls um Spenden und Unterstützung.

Biji Berxwedana Rojava!

Spendenkonto:
Name: Initiative Rojava
Nummer: 610 508 848
BLZ: 590 501 01
IBAN: DE30 5905 0101 0610 5088 48
BIC: SAKS DE 55

Die ersten 50.000 Euro übergeben – „Ein Signal der Freundschaft“

Scheckübergabe am 18.11.2014 � 50.000 Euro für Rojava
Foto: Christian Ditsch

Die Initiative „Solidarität mit Rojava“ hat am Dienstag 18. November in Berlin den ersten Betrag der Spendeneinnahmen an einen Vertreter der kurdischen Partei in Syrien (PYD) übergeben. Mitglieder des kurdischen Studierendenverbandes (YXK) und der Interventionistischen Linken (IL) hatten vor drei Wochen einen Aufruf gestartet, die demokratische Selbstverwaltung in Rojava zu unterstützen und für die Selbstverteidigungskräfte (YPG/YPJ) zu spenden.

Mehrere hundert Personen aus allen Bereichen der Gesellschaft haben sich dem Aufruf angeschlossen und bislang insgesamt 50.000 Euro gespendet. Der Betrag sei eine bescheidene Geste im Verhältnis zu dem, was am Unterstützung und Solidarität nötig sei, betonten die Initiator/innen. Ihnen gehe es aber nicht nur um materielle Unterstützung, betonte die Vertreterin der IL. Die Initiative und die Spenden seien auch ein Signal der Freundschaft. Das fortschrittliche Projekt Rojava „ist auch eine Inspiration für unseren Kampf hier“, so die IL-Vertreterin weiter. Derzeit plane man eine Frauendelegationsreise nach Kobane.

Die Spendenkampagne geht weiter. Auch Aktivitäten auf der Straße sind geplant. YXK und IL rufen anlässlich der Innenministerkonferenz für den 6. Dezember zu einer Demonstration in Köln auf. Die Demo richtet sich gegen die herrschende Flüchtlingspolitik und spricht sich für die Aufhebung des PKK-Verbots aus.

Der Deutschlandsprecher der PYD, der den Scheck entgegennahm, bedanke sich auch im Namen der YPG bei den Initiator/innen. Das Projekt in Rojava sei ein Zukunftsprojekt. Aber nach wie vor sei die Situation vor Ort ernst und internationale Aufmerksamkeit sehr wichtig. Er nehme vermehrt Solidarität mit den Kämpfenden in Rojava wahr und empfinde Dankbarkeit für die Solidaritätsinitiativen.

Weitere Fotos: https://secure.flickr.com/search/?q=rojava+linke+germany

Pressekonferenz der Initiative

Mit einem Aufruf und einer Geldspende unterstützen zahlreiche Prominente die demokratische Selbstverwaltung in den kurdischen Gebieten Nordsyriens. Aufgrund der Angriffe des IS auf die Gemeinden Rojavas und der Kämpfe um die Stadt Kobanê sei es „allerhöchste Zeit, nicht nur von der Solidarität mit den Menschen in Rojava zu reden, sondern sie auch in die Tat umzusetzen“, heißt es in dem Aufruf von KünstlerInnen, AutorInnen, WissenschaftlerInnen und anderen Persönlichkeiten.

Zum Start der Rojava-Solidaritätskampagne „Wer wenn nicht wir? Wann wenn nicht jetzt?“ laden die VertreterInnen der Interventionistischen Linken (IL) und des Verbands der Studierenden aus Kurdistan (YXK), um die Initiative „Solidarität für Rojava“ vorstellen.

28. Oktober, 12 Uhr, Monarch-Bar, Skalitzer Straße 134, Berlin-Kreuzberg

Reaktionen:
Artikel in Firatnews.com vom 28.10.2014
Artikel in neues deutschland vom 29.10.2014
Artikel in telepolis vom 29.10.2014
Artikel in Yeni Özgur Politika vom 29.10.2014
Artikel in taz vom 3.11.2014