Für den Wiederaufbau der Stadt Kobane

Unserer Kampagne „Solidarität mit Rojava“ wurde das Spendenkonto gekündigt. Der Initiative „Waffen für Rojava“ ging es mehrmals genauso. Deshalb werden wir kein neues Konto eröffnen und die Spendensammlung für die Selbstverteidigungskräfte in Rojava über ein Konto beenden.

Nach der Befreiung von Kobane steht nun der Wiederaufbau der Stadt an. Für alle, die ihre Solidarität mit Rojava durch eine Geldüberweisung zeigen wollen, besteht die Möglichkeit an Hilfsorganisationen zu spenden. Wir empfehlen beispielsweise ÇAR DEST, eine Humanitäre Hilfsorganisation, die in ihrem Aufruf schreibt: „Nach der großen Zerstörung der westkurdischen Stadt Kobanê durch die IS–Terroristen braucht sie jede auch so kleine Hilfe. Der Wiederstand gegen die Fundamentalisten hat viel Leid und Opfer gefordert. Viele Häuser und Straßen in Kobanê liegen in Schutt und Asche. Viele Schulen und Krankenhäuser sind zerstört. Die Infrastruktur liegt brach. Die Zivilisten in Kobanê leben unter schweren Bedingungen. Seien Sie auch ein Baustein auf dem Weg zum Wiederaufbau der Stadt aus den Trümmern. Jede Spende hilft das Leben in Kobanê wieder möglich zu machen.“

Weitere Informationen mit alternativen Spendenkonten:
Help Kobane und Çardest oder „Eine Feuerwehr für Rojava“.

Sparkasse Saarbrücken verweigert den Dialog und duckt sich weg

Gemeinsame Presseerklärung des Saarländischen Flüchtlingsrats und der Aktion 3. Welt Saar

Wegen Kündigung des Solidaritätskontos für Rojava: Sparkasse Saarbrücken verweigert den Dialog und duckt sich weiter weg
SFR und A3WS erneuern das Dialogangebot vom 6. Mai

Trotz anhaltender Proteste hält die Sparkasse Saarbrücken an der Kündigung des Solidaritätskontos für die kurdische Selbstverwaltung in Rojava fest. Auf der letzten Sitzung des Verwaltungsrates am 6. Mai wurde die Kündigung bestätigt, gleichzeitig lautet die Kommunikationsstrategie nach Außen: Schweigen.

Deswegen wiederholen Saarländischer Flüchtlingsrat und Aktion 3. Welt Saar das Dialogangebot an die Sparkasse Saarbrücken, das bereits anlässlich der Kundgebung vom 7. Mai dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Saarbrücken, Hans-Werner Sander, schriftlich und öffentlich gemacht wurde und schlagen ein gemeinsames Gespräch des Sparkassenvorstands mit der Kontoinhaberin und Vertretern der Aktion 3. Welt Saar und des Saarländischen Flüchtlingsrates vor.

Die Kündigung des Spendenkontos ist ein Politikum. Die Sparkasse Saarbrücken ist immerhin eine öffentlich-rechtliche Einrichtung. Da besteht Klärungsbedarf, warum ein Spendenkonto für ein säkulares und demokratisches Projekt unerwünscht sein soll, wohingegen die neonazistische NPD dort ihr Spendenkonto hat.

Saarländischer Flüchtlingsrat wie Aktion 3. Welt Saar kritisieren das Verhalten der Sparkasse Saarbrücken, das bisher ausschließlich darin besteht, ein Spendenkonto zu kündigen und sich danach wegzuducken und den Dialog zu verweigern. Wie gesagt, Politik aber auch Weltoffenheit gehen anders.

Hintergrund:
Seit Oktober 2014 wurden über das bundesweite Spendenkonto mehr als 107.000€ gesammelt, um die Selbstverteidigungskräfte in Rojava in ihrem Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) zu unterstützen. Dabei gibt es keine Auflagen der Initiatoren. Die Menschen vor Ort sollen selbst entscheiden, was mit dem gesammelten Geld finanziert wird. Die Spendensammlung ist ein gemeinsames Projekt des kurdischen Studentenverbands YXK und der Interventionistischen Linken http://rojava-solidaritaet.net/.

Saarlouis und Losheim, 20. Mai 2015

Dialogangebot vom 6. Mai: http://goo.gl/QPaZax
Beitrag im SR-Fernsehen: https://www.youtube.com/watch?v=ZxQFxsB4Rjw
Artikel in der Saarbrücker Zeitung: http://www.asyl-saar.de/dokumente/20150508sbr-Zeitung.pdf

Sparkasse Saarbrücken besetzt

Zwei Stunden lang ging nicht mehr in der Zentrale der Saarbrücker Sparkasse. Etwa zwei dutzend kurdische Jugendliche sowie UnterstützerInnen protestierten damit gegen die Kündigung unseres Spendenkontos für die Menschen in Syrien/Rojava in ihrem Widerstand gegen den IS (Islamischer Staat).

Aktion kurdischer Jugendlicher in Saarbrücken: Besetzung der Sparkasse
Presseerklärung und Junge-Welt-Artikel zur Besetzung.

Die Verantwortlichen der Sparkasse haben den von den Jugendlichen geforderten Dialog verweigert und die Polizei gerufen. Diese hat die Protestierenden »mit brutaler Gewalt« aus dem Gebäude gezerrt, wie YXK mitteilte. Vor dem Gebäude der Sparkasse demonstrierten die Jugendlichen mit einem Tanz der kurdischen Guerilla und beendeten dann ihre Aktion.

Solidaritätserklärungen:

Wir als Ivana Hoffmann’s Freunde begrüßen die Aktion der YXK und fordern die sofortige Rücknahme der Kündigung des Solidaritätskontos für Rojava und fordern die Bundesregierung auf, das PKK-Verbot aufzuheben. Wir werden uns nicht kriminalisieren lassen für den gerechten Kampf des kurdischen Volkes. Hoch die internationale Solidarität.

Wir, Ciwanen Azad Duisburg, begrüßen und unterstützen die Aktion der YXK. Wir fordern die Verlängerung des Spendenkontos für Rojava, die sofortige Aufhebung des PKK-Verbots. Wir lassen nicht zu, dass die Unterstützung an das Volk in Rojava von Kapitalisten unterbrochen wird. Unsere Unterstützung ist grenzenlos. Egal wie oft Banken gegen uns agieren, wir werden weiter machen. Der Kapitalismus wird ohne Erfolg da stehen. Wir wüschen den Genossen und Genossinnen Erfolg. In dem Sinne: Lebe nicht den Kapitalismus und lass ihn nicht leben.

Presseerklärung des Saarländischen Flüchtlingsrats: Dialogangebot an Sparkassen-Vorstand

Gemeinsame Presseerklärung von Aktion 3. Welt Saar und Saarländischem Flüchtlingsrat

Protestkundgebung vor Sparkasse Saarbrücken, Eisenbahnstraße, am Donnerstag, 7. Mai, 14 Uhr.

Veranstalter bieten Sparkassen-Vorstand Dialog an

Saarländischer Flüchtlingsrat und Aktion 3. Welt Saar rufen mit weiteren Gruppen und Organisationen zu einer Protestkundgebung vor der Hauptstelle der Sparkasse Saarbrücken in der Eisenbahnstraße auf. Hintergrund ist die Kündigung eines Solidaritätskontos für die kurdische Selbstverwaltung in Rojava (Nordsyrien).

Wir begrü�en den Widerstand in Kobane. Protest vor der Sparkasse Saarbrücken wg. Kündigung eines Solidaritätskontos

Tatsache ist: Die Menschen in Rojava verteidigen ein säkulares und selbstverwaltetes Projekt gegen den Terror des „Islamischen Staates“. Tatsache ist auch, dass sie dafür politische und finanzielle Unterstützung brauchen. Deswegen wurde das Spendenkonto eingerichtet.

Der Sparkassen-Vorstand begründete die Konto-Kündigung damit, dass nicht zweifelsfrei erwiesen sei, ob das Geld für humanitäre Zwecke eingesetzt werde. Es drängt sich die Frage auf, was an der Verteidigung gegen den „Islamischen Staat“ ein nicht humanitärer Zweck sein könnte. Deswegen geben die Veranstalter der Kundgebung dem Sparkassen-Vorstand, Hans-Werner Sander, die Möglichkeit zum Dialog und bieten ihm an, sein Anliegen während der Kundgebung den Anwesenden zu erklären. Die Sparkasse Saarbrücken hat ja Erfahrungen mit Spendenkonten: Die rechtspopulistische AfD hat eins und die neonazistische NPD hat dort auch eins.

Hintergrund:
Seit Oktober 2014 wurden über das bundesweite Spendenkonto mehr als 107.000 € gesammelt, um die Selbstverteidigungskräfte in Rojava in ihrem Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) zu unterstützen. Dabei gibt es keine Auflagen der Initiatoren. Die Menschen vor Ort sollen selbst entscheiden, was mit dem gesammelten Geld finanziert wird. Die Spendensammlung ist ein gemeinsames Projekt des kurdischen Studentenverbands YXK und der Interventionistischen Linken

Saarlouis und Losheim, 5. Mai 2015
Gemeinsamer Aufruf zur Kundgebung: http://goo.gl/c0dv8c

Pressebericht zur Kundgebung » hier.

Kundgebung vor der Sparkasse in Saarbrücken am 7.5.2015, 14 Uhr: Solidarität mit Rojava

Wir fordern die Rücknahme der Kündigung des Spendenkontos durch die Sparkasse Saarbrücken

Am Donnerstag, 7. Mai 2015, 14.00 Uhr werden wir vor der Hauptstelle der Sparkasse Saarbrücken in der Eisenbahnstraße mit einer Kundgebung protestieren:

Protest vor der Zentrale der Sparkasse Saarbrücken für Rojava. \"Her mit dem Spendenkonto!\" lautet eine Forderung.

Gegen die Kündigung eines Solidaritätskontos, auf das mehr als 100.000 € Spenden für die Unterstützung der Selbstverteidigungskräfte in Rojava (Nordsyrien) eingezahlt wurden. Während es tatsächlich um Politik geht, um die Verteidigung säkularer, gleichberechtigter und selbstverwalteter Strukturen gegen die Terrorangriffe des „Islamischen Staates“, versuchen die Verantwortlichen der Sparkasse Saarbrücken, ihre Entscheidung auf einen formalen Akt zu reduzieren, nach dem Motto: rechtlich nicht angreifbar. Umso mehr ist ihre Entscheidung politisch fragwürdig. Sie richtet sich gegen das Recht auf Selbstverteidigung, gegen das Recht auf Unversehrtheit und das Recht auf Schutz des eigenen Lebens und das der Bevölkerung Rojavas. Wir lassen nicht zu, dass sie sich vor dieser Tatsache drücken.
Nach jüngsten Aussagen der Sparkassen-Leitung sei die Konto-Kündigung erfolgt, weil nicht zweifelsfrei erwiesen sei, dass das Geld für humanitäre Zwecke eingesetzt werde. Es drängt sich die Frage auf, was an der Verteidigung gegen den „Islamischen Staat“ ein nicht humanitärer Zweck sein könnte.
Die Kündigung richtet sich gegen diejenigen, die Fluchtursachen bekämpfen. Ihnen werden sprichwörtlich „Knüppel zwischen die Beine“ geworfen. „Weltoffenheit“, wie sie die Stadt
Saarbrücken gerne für sich reklamiert, geht anders.

Solidarität mit den Selbstverteidigungskräften Rojavas!
Weg mit dem Verbot der PKK!
Her mit dem Spendenkonto!

Resist!
Kurdisches Gesellschaftszentrum Saarbrücken e.V.
Libertad! Saar / iL
Aktion 3. Welt Saar
Saarländischer Flüchtlingsrat e.V.

Zum Hintergrund: Die Sparkasse Saarbrücken hat zum 31. Mai 2015 ein Spendenkonto für Rojava (Westkurdistan, Syrien) gekündigt. Die Spenden dienen der Unterstützung der Selbstverteidigungskräfte, die ihrerseits über die Verwendung selbst entscheiden können. Ihr seit Monaten andauernder Kampf gegen den „Islamischen Staat“ erreichte im Dezember 2014 einen Höhepunkt mit der erfolgreichen Verteidigung der Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei. Die Spendensammlung ist ein gemeinsames Projekt des kurdischen Studentenverbands YXK und der Interventionistischen Linken.